Kraft, Mut und Motivation
Die einzige Person, die uns davon abhalten kann, magisch zu sein, sind wir selbst.
Mindset stärken
Wie geht das, sich selbst die Erlaubnis zu erteilen, zu schreiben? Tage, Wochen, Monate und Jahre vergehen. Es fühlt sich an wie ein Armageddon, wie eine persönliche Katastrophe, wie das Ende der Welt. Unüberwindbar. Doch das stimmt nicht.
Mit sich selbst:
- ehrlich sein
- liebevoll sein
Solange du nicht beantworten kannst, warum du schreibst, wirst du nicht wissen, warum du nicht schreibst. Du wirst die nervigen Stimmen in dir nicht zur Ruhe bringen können. Sei ehrlich. Dann wirst auf tausendfache Weise belohnt.
Warum ich schreibe
Mit sich selbst liebevoll sein, heißt manchmal auch, ein Traumziel zu formulieren. Ob sich der heimliche Wunsch realisieren lässt, ist hier nicht die Frage, sondern wie lautet er überhaupt. Welches „Warum“ habe ich?
Die Antwort lautet für mich persönlich: Ich möchte Geschichten schreiben, die bedeutsam sind, die jemandem etwas bedeuten. Geschichten, die Mut machen, die Hoffnung geben – die vielleicht sogar das Potential haben, die Welt zu retten. Dieses „Warum“ brauche ich nicht bewerten, sondern ich darf so denken und fühlen. Dass ich diesen Wunsch vor mir selbst zugegeben habe, war somit eine Erleichterung.
Worte haben Macht
Geschichten können durchaus Macht haben. Nicht ohne Grund werden zum Beispiel in unfreien Staatssystemen jene Menschen, die schreiben, als Gefahr eingestuft, denn allein durch ihre Worte haben sie das Potential, Regime zu stürzen.
Mit Worten kannst du Freude bereiten, zu Tränen rühren, oder sogar beides – ein lachendes Weinen bewirken. Du kannst Mut machen, Kraft und Trost geben. Sogar Liebe in die Welt setzen. Worte sind magisch. Jede Person verfügt über diese Magie. Du auch!
Die Antwort auf die Frage „Warum schreibst du?“ hat die Kraft, eine echte Schutzwirkung zu entwickeln. Es gilt, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. So richtig ehrlich und wahrhaftig. Auch dann, wenn es eigentlich peinlich ist und irgendwelche schmerzenden Erinnerungen lostritt. Nur dann – und ich meine: NUR DANN – sind wir vor ätzenden, lähmenden und jahrelang andauernden Schreibblockaden gefeit.
Prxistipp: Schreibprozess schützen
Schütze deine Geschichten wie ein frisch geschlüpftes Kücken. Dein Hirn, Bauch und Herz sind der Brutkasten, sie versorgen deine Fantasie mit allem Lebensnotwendigen. Das reicht zunächst aus. Das Schreiben ist ein intimer Prozess. Äußerst sensibel und empfindlich. Schon ein Räuspern kann einen neuen Autor:innenstern zur Implosion bringen.
Texte solltest du aus diesem Grund nicht zu früh mit jemanden teilen. Das wissen wir im Grunde genommen. Eigentlich. Aber uneigentlich lechzt deine jubelnde innere Stimme so sehr nach Lob, Begeisterung und sie achtet auf jede Mimik-Veränderung der von dir ausgewählten Erstleser:innen, feiert jedes Schmuzeln als kleinen Triumph. Das sind nur scheinbare Triumphe. Kurzlebig. Vermeide sie erst einmal. Die Gefahr ist zu groß, dass sich eine Kleinigkeit, eine Nebenbemerkung, ein falscher Atmer, eine gerunzelte Augenbraue wie ein Dorn in deine Schreibseele festsetzt und viel Unheil anrichtet.
Meine Empfehlung ist, erst dann deine Geschichten aus der Hand zu geben, wenn sie es dir von sich aus signalisiert. Die Geschichte weiß, wann sie fertig ist und bereit ist, in die Welt hinaus entlassen zu werden. Probiere es einfach mal aus.